„Home Sweet Home ???“ oder
„Leben ist Ankommen und wieder Abschied nehmen“ oder
„Glück und Trauer sind Geschwister“ oder
„Granny and Opa“

Brené Brown ist Professorin an der University of Houston. Die Wissenschaftlerin forscht seit mehr als 17 Jahren zum Thema Verletzlichkeit, Scham und Authentizität.
Sie sagte Sätze wie die folgenden:
Verletzlichkeit hat in der Gesellschaft keinen guten Ruf.
Verletzlichkeit und Schwäche sind nicht dasselbe!
Verletzlichkeit ist der Schlüssel zum Glück.

Was hat das Ganze mit mir zu tun?

Gemäß dem ersten Satz ist Verletzlichkeit das Letzte, was ich meinem Gegenüber offenbaren möchte. Gerne erzähle ich euch hingegen von den Problemen, die wir mit drei jungen „Reiseführern“ tief im Urwald, im Grenzgebiet von Mexiko zu Guatemala hatten. Aber das ist hier nicht Thema.

Dass ich so viel „herumschwafle“, bevor ich zum Punkt komme, hängt mit der Scham zusammen, die einfachen und so wunderbar klaren Sätze meiner Enkeltochter für euch hier aufzuschreiben.

Ich hatte den Artikel von Frau Brown gerade zu Ende gelesen, als die E-Mail von unserem Sohn kam. Drei Wochen lang waren wir „Granny und Opa“ für zwei wunderbare Enkeltöchter, Tori (3,5) und Hanna (1,5). Tori ist sehr hübsch, ziemlich klug, völlig unbestechlich, nervend genau und immer sehr bestimmt.

Als wir gestern Morgen beim Aufstehen nicht mehr da waren, kam es zu nachfolgendem Dialog zwischen Tori und ihrem Vater. Das trieb mir die Tränen in die Augen!

Versteht ihr mich ein wenig?

Aus der E-Mail unseres Sohnes Mark von heute Morgen


Tori: „Daddy, morgen will ich nach Deutschland gehen!“
(das sagt sie ungefähr fünf mal)
Mark: „Warum?“
Tori: „Ich will spielen!“
Mark: „Mit wem willst du in Deutschland spielen?“
Tori: „Granny und Opa!“

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